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Why Sierra Burgess is not a Loser – Du bist stark und besonders!

 

Seit dem 07. September 2018 ist Sierra Burgess is a Loser auf Netflix verfügbar. Schon der Trailer hat mich im Bezug auf die Handlung wahnsinnig neugierig gemacht. Zusätzlich punktet der Film durch die Hauptdarsteller Shannon Purser (Barbara aus der Netflix-Serie Stranger Things) und Noah Centineo (Peter Kavinsky aus To All the Boys I’ve Loved Before), welche ich beide in den genannten Rollen schon unglaublich gerne mochte. Aber der Film hat neben, meiner Meinung nach, wirklich tollen Schauspielern, noch einiges mehr zu bieten.

Sierra Burgess is a Loser ist ein Teeniefilm, von dem auch Erwachsene noch viel lernen können. Es werden einige wichtige Themen behandelt – die einen mehr, die anderen weniger gut, aber so oder so regt der Film zum nachdenken an und ich denke, dass jeder sich irgendwie in dem Film wiederfinden wird. Hier möchte ich euch die zentralen Themen etwas näher bringen und zeigen, wieso Sierra Burgess mich berührt und begeistert hat! Um niemanden zu spoilern, werde ich nur explizite Handlungen erwähnen, die auch im Trailer schon zu erkennen sind. Möchtest du jedoch vollkommen uneingenommen und ohne Hintergrundwissen den Film genießen, solltest du nicht weiterlesen.

3 Gründe, wieso Sierra Burgess kein Loser ist

  • Sierra Burgess hat mit den üblichen Problemen vieler Jugendlicher zu kämpfen. Auf der einen Seite ist sie unsicher und zweifelt an sich selbst, besonders was das Aussehen betrifft. Mich hat jedoch beeindruckt, dass sie dabei trotzdem irgendwie selbstbewusst ist. Sie weiß genau, was sie möchte und arbeitet daran, ihre Ziele zu erreichen. Sie weiß, dass sie unglaublich klug ist und setzt ihr Wissen auch ein.
  • In der Schule wird ihr das Leben von Veronica und ihren Freunden oft schwer gemacht. Veronica gehört zu den “coolen” und beliebten Schülern, die andere spüren lassen, dass sie sich für etwas besseres halten. Sierra hat trotzdem die Stärke und den Mut, Veronica die Stirn zu bieten und sich nicht von ihr unterkriegen zu lassen. Außerdem zeigt sich mit der Zeit, wie auch im echten Leben, dass jeder irgendwann in der Position des “Losers” sein kann und manchmal auch vieles nur Fassade ist. Ich fand es bemerkenswert, wie Sierra mit Veronica umgegangen ist und wie sich beide Charaktere im Verlauf entwickelt haben.
  • Sierra Burgess macht Fehler. Wie jeder von uns. All ihr Wissen kann sie nicht davor bewahren, sich von ihren Emotionen leiten zu lassen und unbedachte, impulsive Entscheidungen zu treffen. Auch ihr Verhalten Jamey gegenüber ist falsch und dessen ist sie sich durchgehend bewusst. Dies klingt vielleicht seltsam als Begründung dafür, wieso Sierra kein Loser ist, aber es ist ganz einfach: Es macht sie authentisch.

 

CATFISHING

Catfish bezeichnet eine Person, die im Internet vorgibt, jemand anderes zu sein; digitaler Hochstapler in sozialen Netzwerken [QUELLE]

Neben den alltäglichen Fragen und Problemen, mit denen Jugendliche sich beschäftigen müssen, behandelt der Film außerdem das Thema Catfishing. In der heutigen Zeit der Social Media wie Facebook, Twitter und Co., aber auch über das Handy per WhatsApp oder SMS, ist es leicht geworden, sich für jemanden auszugeben, der man eigentlich nicht ist. Dazu möchte ich gleich sagen, dass ich die Darstellung dieses Themas, besonders im Bezug auf die Konsequenzen, nicht durchweg gelungen fand. Aber die Tatsache an sich, dass sich der Film mit diesem Phänomen beschäftigt, finde ich wichtig. Wie man selbst zu diesen Dingen steht und was man von dem Ausgang von Sierra Burgess Beispiel hält, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Die Message stimmt

Ich finde den Film keineswegs perfekt – aber in meinen Augen stimmt die Message und deshalb war Sierra Burgess is a Loser für mich absolut sehens- und auch empfehlenswert.
Das Internet verleitet oft dazu, Dinge zu tun oder zu sagen, die nicht richtig sind. Auch ich fühle mich hinter meinem Laptop immer sicherer und selbstbewusster als im echten Leben und hinter dem Vorhang der Anonymität vergisst man oft, dass trotzdem Menschen mit Gefühlen am anderen Ende der Leitung sitzen, die man mit seinem Verhalten verletzen kann.
Denkt auch im realen Leben daran, dass ihr mit wenigen Worten anderen Menschen wirklich richtig weh tun könnt. Niemand ist ein Loser. Es ist nicht wichtig, wie beliebt ihr seid.
Vergesst außerdem niemals, dass ihr den Leuten immer nur vor den Kopf gucken könnt. Es ist nicht immer so wie es scheint und oft ist vieles nur eine Fassade, die dem Selbstschutz dient.

Es ist wichtig, zu sich selbst zu stehen – zu seinen eigenen Gedanken, Gefühlen und auch zu seinem Äußeren. Bitte, gib niemals vor, jemand zu sein, der du nicht bist.

Du bist stark. Und besonders.

 

Fotos: Angelique Dapper

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