rezension

Elfenfehde – Zweimal im Leben | Mariella Heyd

Elfenfehde – Zweimal im Leben | Mariella Heyd |  Band 1 | 248 Seiten | Zeilengold Verlag | Softcover 12,99€ ; eBook 4,99€ | ISBN 978-3-946955-00-9
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Eine schöne Fantasy-Geschichte aus der Anderswelt. Elfen, Zauberer, Alraunen und noch mehr, was das Fantasyherz begehrt.
#Cover

Das Cover schreit nach Romantasy. Es ist ziemlich schlicht gehalten, ein Paar, dass sich küsst, schöne Schriftzüge.. Es gefällt mir wirklich gut. Besonders diese blau-grün Töne finde ich schön und das “Zeichen” um den Titel gibt dem ganzen noch eine besondere Note.

#Klappentext
Verantwortlich für den Meteoriteneinschlag?
Feodora kann die Worte des Fremden nicht glauben, der nach der Katastrophe auftaucht und behauptet, dass sie für das Chaos in zwei Welten verantwortlich sein soll. Angeblich stammt Feodora aus der Anderswelt und ist von dort geflohen, um einem mächtigen Dunkelelf zu entkommen. Ihre einzige Chance, die Welten zu retten, besteht darin, in die Anderswelt zurückzukehren und ihn zu töten.

#Meine Meinung
Feodora befindet sich in der Bibliothek, in der sie arbeitet, als ein Meteorit einschlägt. Sie wird unter einem Bücherregal begraben und ist für kurze Zeit ohnmächtig – als sie wieder aufwacht, ist die Stadt wie leer gefegt. Keine Überlebenden, keine Toten – es ist einfach niemand da.
Hier muss ich leider sagen, dass ich gleich zu Beginn ein paar Probleme damit hatte. In dieser Situation war die Protagonistin für meinen Geschmack etwas zu gelassen, zu cool, zu sorglos. Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr ohnmächtig werdet und als ihr aufwacht, bemerkt ihr, dass einfach niemand mehr da ist? Einsam. Verlassen. Verängstigt. Panisch. Das sind so die ersten Sachen, die mir dabei durch den Kopf gehen. Leider sind die Gefühle von Feodora bei mir nicht rübergekommen und ich fand es wirklich sehr unlogisch.

Sie verbringt weitere Zeit in der Bibliothek, weil sie sonst nicht weiß, wo sie hin soll. Nach ein paar Wochen, in denen sie immer noch keinem anderen Menschen begegnet ist, steht plötzlich ein Junger Mann, Zerdon, hinter einer geschlossenen Tür in der Bibliothek. Ab dem Punkt fing die Geschichte für mich an, spannender zu werden. Wie kommt plötzlich ein Mensch in die Bibliothek? Wer ist er? Immerhin hatte Feodora diesen Jungen vorher noch nie gesehen.

Auch wenn Feo es am Anfang nicht glauben kann, überzeugt Zerdon sie davon, dass eine “Anderswelt” existiert und gemeinsam begeben sie sich dorthin. Eine märchenhafte Welt, wie sie in den Büchern steht. Elfen, Zauberer und mehr, die sie nie für real gehalten hatte, wurden plötzlich wahr. Die Autorin beschreibt wunderschön und sehr bildhaft, weshalb ich ab der Anderswelt wirklich an das Buch gefesselt war.

Mit den beiden Protagonisten hatte ich manchmal meine Schwierigkeiten. Sie wirken beide sehr jung, was sich bei Feodora meistens durch Zickerein und Gedankengängen äußerte, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Zerdon war ein total wechselhafter Charakter. In einem Moment war er stur, gemein und dickköpfig und im nächsten irgendwie sehr liebenswert. Allerdings hat ihn das sehr interessant gemacht und im Verlauf des Buches wurden auch die Gründe für sein Verhalten deutlich und nachvollziehbar. Ich habe zwar etwas gebraucht, aber ich konnte doch gut mit den beiden warm werden und mit der Zeit störten mich auch Feos kleine Charakterschwächen nicht mehr so sehr.

Wo es mit den Protagonisten ein bisschen haperte, fesselte mich die Handlung umso mehr. Wie bereits gesagt, hat die Autorin einen wundervollen Schreibstil. Durch ihre Beschreibungen konnte ich mir die Anderswelt in voller Pracht vorstellen. Die vielen märchenhaften Elemente haben mich wirklich verzaubert und die Geschichte gewann immer mehr an Spannung dazu. Es waren so viele kleine Details liebevoll eingearbeitet und die Nebencharaktere haben mich vollends überzeugt. Besonders die Szenen mit den Zauberern, denen Feo und Zerdon nach und nach begegnen, habe ich geliebt und teilweise mehrmals gelesen, weil ich so fasziniert war.

#Fazit
Elfenfehde ist ein sehr schöne Geschichte, die zwar ein paar Schwächen, aber dafür wirklich verdammt tolle Szenen im Gegensatz hat. Wer sich nicht an etwas jüngeren Charakteren und Charakterzügen die dieses Alter mit sich bringt stört, sollte es unbedingt lesen. Die Handlung ist spannend und schön ausgearbeitet und die Bilder, die beim Lesen im Kopf entstehen, muss man einfach sehen!

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