Familientreffen

Von Drachen und Seifenblasen – Sommerfest im Drachennest 2017

Am morgen…Rika
06:53. Kurz vor sieben. Am 08.07.2017. Und ich war wach. Dabei hätte ich noch gar nicht wach sein sollen, denn ich hätte noch eine Stunde schlafen können, aber Schlaf wird ja eh überbewertet und an Schönheitsschlaf war ohnehin so überhaupt nicht zu denken und deshalb ärgerte ich mich auch nicht über das verfrühte Erwachen. So konnte ich mir immerhin noch die Nägel lackieren. Ein netter Versuch die Aufmerksamkeit von den Ringen unter meinen Augen irgend woandershin zu lenken. Gott, was war ich aufgeregt, denn es war endlich so weit: Das langersehnte Sommerfest im Drachennest fand endlich statt! Wochenlang erwartete man den Termin und fieberte diesem einen Samstag entgegen und plötzlich war er da! Mein am Vorabend selbstgenähter Rock lag bereit, mein Nagellack wurde innerhalb von etwa einer Stunde drei Mal geändert, Kamera und Bücher in die Tasche gestopft und mit klopfendem Herzen ging es Richtung Düsseldorf, um dort meine Weggefährtin Angie einzusammeln. Aufgeregt? Come on! Ich war die Entspannung pur! … na gut, vielleicht hatte ich doch ein bisschen Herzklopfen, doch als ich Angie entdeckte, wusste ich, dass der Tag nur gut werden kann! 
… Angie
Nachdem ich gefühlt das ganze Jahr auf diesen Tag gewartet habe, war es endlich soweit. SOMMERFESTTAG! Mit nur ungefähr 3 Stunden Schlaf, weil ich unfassbar aufgeregt war, musste ich erstmal mit 5 Tassen Kaffee in den Morgen starten. Nun .. danach war ich zwar wach, aber der Aufregung hat das ganze Koffein leider nicht so gutgetan. Wie ein Wirbelwind bin ich durch meine Wohnung geflitzt, habe Sachen durch die Gegend geworfen und das Schlafzimmer sah aus wie ein Schlachtfeld. SOMMERFEST IM DRACHENNEST, WAS ZIEH ICH DENN DA AN? Frau hat es schon nicht leicht.
Als ich dann endlich alle sieben Sachen beisammenhatte, bin ich voller Vorfreude losgeflitzt, weil ich vor der Fahrt noch etwas besorgen musste. Behaltet das im Hinterkopf, es ist wichtig! Ich musste der lieben Rika ja noch eine Freude machen. 😉 Eine Stunde Zugfahrt trennte mich dann noch von Rika, die mich um 11 Uhr in Düsseldorf am Bahnhof erwartete. Gott sei Dank wurde es auch auf der Fahrt nicht langweilig, da wir tolle musikalische Begleitung im Zug hatten. Zum Glück bin ich ja gar nicht ungeduldig und ich habe auch gar nicht die ganze Stunde lang wild auf meinem Sitz rumgezappelt. Ich doch nicht. Pünktlich (wer hätte das von der Deutschen Bahn erwartet!?) bin ich in Düsseldorf eingetroffen und fand mich schnell in einer riesengroßen Bahnhofshalle wieder. Handy raus, Nachricht an Rika: „Wo muss ich hin? HILFE!“ Ja, ich habe ungefähr die Orientierung einer Bockwurst, aber ich habe es doch geschafft sie zu finden. Da stand sie, die durchgeknallte Fremde, die mir den Tag wirklich versüßt hat. Nach einem kurzen beschnuppern und kennenlernen (sie nennt ihren Freund übrigens Kater! Das fand ich super. :D) sind wir auch gleich ins Auto gestiegen und losgefahren in Richtung Leverkusen. Auf zum Drachennest! In neuer Begleitung legte sich auch endlich meine Nervosität ein bisschen und ich war super glücklich, dass ich mich mit der Frau im selbstgenähten Rock sofort verstanden habe. Plötzlich verging die Zeit wie im Flug und nach nur 30 Minuten fuhren wir in ein kleines, heimisches Dörfchen ein. Hallo Leverkusen-Hitdorf!

Hallo Drachennest! Hallo Heimat vieler bezaubernder Geschichten und Anlaufstelle vieler Leseratten und Schreiberlinge, schön dich endlich wiederzusehen! Und obwohl wir fast fünfzehn Minuten zu früh anreisten, war das Nest schon bis oben hin voll mit Drachenliebhabern aus allen Ecken des Landes. Noch schnell das Auto geparkt (übrigens am gleichen Platz wie im vergangenen Dezember- als hätte er auf uns gewartet! Wie romantisch!!) und schon flogen auch Angie und ich ins Nest ein. Da es draußen zuckrige 27°C hatte und ich als Wintermädchen an diesen Temperaturen ohnehin ein ganz besonderes Vergnügen hatte, empfand ich die gefühlt 40°C mit ungenügend vorhandenen Sauerstoff innerhalb des Ladens als äußerst erstrebendwert. Vor allem das ständige Kollidieren mit anderen verschwitzen Leibern plaisierte mir in hohem Maße.Nichtsdestotrotz stellte Angie mir zwei bezaubernde Damen und einen sehr netten Herren vor, mit denen sie sich- übrigens auch mit mir, aber ich hab das natürlich verpennt…- eine WhatsApp-Gruppe teilt. Doch das allgemeine Interesse galt in diesem Moment weniger den Menschen um einen herum, sondern der Wall of Books an der langen Seite des Drachennests. Ein Regal neben dem nächsten und drinnen befanden sich Drachen. So viele Drachen auf einem Haufen oder jeder lief mit Herzchenaugen durch die Gegend. Praktisch Drachenzombies, denn anders als die untoten Kollegen waren wir nicht scharf auf Gehirne, sondern auf Bücher und wir mussten sie J E T Z T haben. Schwupp, stapelten sich vier Drachen auf meinen Armen, ein glückliches Lächeln stahl sich auf meine Lippen und auch die anderen schwitzen unter der Last ihrer Beute. Doch wundervoll nett und mitfühlend wie ich nun einmal von Haus aus bin, warf ich meinen Stapel das ein oder andere mal schwungvoll in Angies Arme und stapfte fröhlich zu den Goodie- Auslagen mit Lesezeichen und Postkarten und, wie wir später auch noch feststellten, Postern. Voll bepackt mit tollen Sachen schritten wir voran zum Kassendrachen und durften dann endlich nach gefühlt drei Stunden, tatsächlich aber nur unglaublichen dreißig Minuten (!!!) den Weg hinaus suchen. Was ein Chaos! Was ein Drama! Was ein Glücksmoment!
Mit dem ersten Einkauf unter den Armen (ja, der Erste. Also ja, es folgten weitere. Schuldig im Sinne der Anklage!), flüchteten wir nach draußen an die frische Luft. Auch wenn die Sonne einen quasi erschlagen hat, war jeder leichte Windzug eine Wohltat. Gott sei Dank hatte der Herr in unserer Runde schon eine Bank für uns reserviert, auf der wir uns niederlassen und unsere Beute das erste Mal ausgiebig begutachten konnten. Nachdem wir innerlich alle wie kleine Mädchen gekreischt und uns an unseren Errungenschaften erfreut hatten, wurde unsere Runde auch schon größer. Die liebe Sanny hat sich zu uns gesetzt und trug innerhalb von wenigen Sekunden eine riesige Meute von Leuten hinter sich her, mit einem Exemplar von „Fallen Queen“, passenden Postern, Lesezeichen und co. in der Hand, um sie sich signieren zu lassen. Versorgt mit erfrischenden Getränken vom Drachen-Buffet kamen wir schnell mit weiteren Büchersüchtigen ins Gespräch und es war eindeutig, dass wirklich der ganze Tag unter dem Zeichen der Drachen stand. Drachenmond-Autoren, Drachenmond-Leser und –Blogger, welche zusätzlich mit Drachenmond-Keksen zufriedengestellt wurden, konnten den ganzen sonnigen Tag mit ihrer Leidenschaft verbringen. Auch Dirk, der Mann mit der wilden Mähne, gesellte sich zu uns an den Tisch und posierte gemeinsam mit Sanny für unser erstes Foto des Tages. Da kam auch schon der Punkt, an dem ich zum ersten Mal schwach wurde. Mein vorbestelltes Exemplar von Fallen Queen wartete noch an der Kasse auf mich und da ich, wie wir ja schon gelernt haben, total geduldig bin, musste ich mir Dirks „Familie Olivers Weihnachtsgeschichte“, passend zum heißen Hochsommertag, kaufen und es mir signieren lassen. Eigentlich wollte ich damit bis zur Weihnachtszeit warten, aber Chancen müssen genutzt werden! Auch Anne-Marie Jungwirth konnte ich von unserem tollen Gruppentisch überzeugen. Für Emily und mich hatte ich Superior gekauft, welches Anne und sogar mit Spezial-Wunsch signierte. „Von Mopsi für Emi“ – Hier nochmal ganz lieben Dank an Anne fürs signieren und das gemeinsame Gespräch!

Apropos Chancen nutzen! Es wurde Zeit unsere Popöchen zu erheben und uns in die Menge zu stürzen- Signierungen sammeln stand auf dem Zeitplan!
Mein erster Weg führte mich zu meiner Lieblingsdrachenmondautorin und Lieblingstheresa, der Autorin von Tiefenwelt. Natürlich schlummerte das Buch längst bei mir zu Hause, doch da ich es über eine Drachenpost erhalten habe, musste die Signatur noch personalisiert werden und das hat Theresa wirklich so lieb gemacht! Sie ist ein Schatz!

Und um Liane Mars, der Autorin von Funkenmagie ein paar nette Worte abzuringen, musste ich mich nur umdrehen. Auch sie ist so ein herzlicher Mensch, der nonstop mit einem Lächeln auf den Lippen durch die Gegend hüpfte! Schnell noch ein Foto gemacht und schon ging es für mich weiter zu Britta Strauß, deren Schnee und Orchideen in meinen Einkaufsbeutelchen geklettert war. Britta war zwar etwas zurückhaltender, aber sie schreibt solch grandiose Geschichten und und war ebenso freundlich, wie all die anderen Leute dort auch. Nicht jeder muss so viele (fremde) Menschen auf einem Haufen mögen! Dirk Granzow und Ana Woods bin ich auch noch über den Weg gelaufen und standen mit mir noch Model und ertrugen mein Geplapper, doch meinen ganz persönlicher Fan-Girl-Moment löste eine andere wundervolle Person aus- Ava Reed.  

Ach Ava, was soll ich nur sagen? Du tolle Autorin, du zauberhafter Mensch- du bist unglaublich. Die Königin der vollgeheulten Taschentücher und Herrin aller Emotionen… In meinem ganzen Leben hat es kein Buch geschafft solch eine Palette an Emotionen bei mir auszulösen wie For Good. Zwar werden aktuell ja eher ihre Mondprinzessin und Wir fliegen, wenn wir fallen gehypt, aber- Himmel, Arsch und Zwirn- lest For Good!! Und springt Ava in die Arme, wenn ihr sie seht. Es lohnt sich. Sie ist ein Goldstück.
Nachdem ich fleißig für Rika fotografiert und wir alle Autogramme beisammen hatten, haben wir die Bücher sicher im Auto verstaut. Dabei nutzte ich die Gelegenheit, meine kleine Besorgung endlich aus der Tasche zu holen. Womit macht man eine Rika glücklich? SEIFENBLASEN! Mit der pinken Minnie Mouse Seifenblasenflasche bewaffnet machten wir uns auf den Weg zurück und Rika begnügte die schwitzende Menge mit ein bisschen Seifenlauge in Blasenform. HUIII! PLOPP!
So, kurz räuspern, Kragen richten und Fan-Girl-Modus ausschalten. Natürlich trafen wir noch auf so viele weitere großartige Menschen, doch leider würde das Aufzählen den Rahmen sprengen. Fühlt euch nicht vergessen, sondern gedrückt und geherzt und alles, was es sonst noch gibt, denn ihr alle habt es geschafft diesen Tag für uns so großartig zu machen! Danke dafür!

Völlig verschmort von der durchgehenden Hitze, aber glücklich und grinsend wie Honigkuchenpferde, war es an der Zeit, sich zu verabschieden. Nach bestimmt drei Versuchen von „Wir gehen jetzt!“, hat es dann eine Stunde später auch geklappt. Rika und ich waren noch in ein Gespräch mit den Autorinnen Sanny Binder und Julia Mayer vertieft, von denen wir uns wirklich nur schweren Herzens losreißen konnten. Außerdem hatte ich gerade ein schönes, schattiges Plätzchen unter einer Kofferraumtür für mich entdeckt, wo es sich wirklich gut aushalten ließ. Doch so schwer es auch oft fällt, es heißt, man soll gehen, wenn’s gerade am schönsten ist. So ein Pech! Gemeinsam mit Rika ging es dann wieder zurück in Richtung Düsseldorfer Hauptbahnhof. Es war schön, noch ein bisschen Zeit zu zweit zu haben und nochmal in Ruhe über den Tag quatschen zu können.Etwas traurig, dass so ein schöner Tag doch sein Ende finden musste, verabschiedeten wir uns noch voneinander, bevor es für mich mit dem Zug wieder zurück nach Dortmund ging. Nach weiteren 1 ½ Stunden Zugfahrt kam ich dann, völlig erschöpft, aber glücklich und zufrieden mit 3 Drachenmond-Tragetaschen voller schöner Erinnerungen an diesen Tag zuhause an. Für mich war es der erste Besuch im Drachennest und überhaupt mein erstes „Bücher-Event“, an dem ich teilgenommen habe. Dementsprechend war ich etwas zurückhaltend, doch durch die vielen tollen Menschen und Rika an meiner Seite, habe ich neue Bekanntschaften geschlossen und einen wunderschönen Tag gehabt.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal bei allen, allem voran bei der Drachenmama Astrid und dem ganzen Team, aber auch allen anderen die am Sommerfest teilgenommen haben, für dieses wunderbare Sommerfest im Drachennest danken. Wir hoffen, euch alle bald wiederzusehen. <3
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1 thought on “Von Drachen und Seifenblasen – Sommerfest im Drachennest 2017”

  1. Hach Rika 🙂
    es war so schön mit Dir zu quatschen!
    und SchwarzBuntGestreift ist jetzt fest in meinem Wortschatz verankert 😉

    (Wir saßen mit an dem Tisch von Theresa, Liane, Britta und Jenny)
    es war schon ein tolles Event und unsere Anreise ist ja glücklicherweise recht kurz, deshalb werden wird das Drachennest noch öfter stürmen!

    LG Agnes und Lea

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