rezension

Nemesis – Hüterin des Feuers | Asuka Lionera

Nemesis – Hüterin des Feuers | Asuka Lionera |  400 Seiten | Drachenmond Verlag | Softcover 14,99€ ; eBook 4,99€ | ISBN 978-3-95991-223-5
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Videospiele. Disney. Pokemon. Ja, das beschreibt nicht nur meine Kindheit sondern auch immer noch einen großen Teil meines jetzigen Lebens. Nemesis war von Beginn an ein tolles Buch und wurde immer besser. Je weiter ich gelesen hatte, desto mehr haben mich Eve und ihre Wächter in ihren Bann gezogen.
#Cover

Diese Augen, bitte! Ich finde das Cover wirklich richtig schön. Der Schriftzug passt perfekt, die Farben und die Flammen sind perfekt abgestimmt und es ist einfach genau das richtige für die Geschichte. Die Rückseite des Covers bringt noch schön den Videospiel-Aspekt mit herein, was mir auch sehr gut gefällt.

#Klappentext

„Ich bin Nemesis. Ich verliere nie. Vor allem nicht gegen jemanden wie ihn.“
Evelyn Porter, genannt Nemesis, ist die beste Gamerin der Welt. Mithilfe einer neuen Technologie gerät sie in eine Spielwelt, aus der sie jedoch nicht mehr entkommen kann. Um sich wieder auszuloggen, hat sie nur eine Möglichkeit: das Spiel zu beenden. Dazu muss sie mit der Hilfe von vier Wächtern die Göttin Gaia aus ihrem jahrhundertelangen Schlaf erwecken. Gefangen in einer Welt aus Gier und Intrigen, muss Evelyn sich für einen Weg entscheiden, um endlich wieder nach Hause zu kommen.
Doch wem kann sie wirklich vertrauen – ihren Wächtern oder den realen Menschen aus ihrer Welt?
 

#Meine Meinung
Ich kann sofort sagen, dass dies mein bisheriges Lieblingsbuch von Asuka Lionera ist. Die Idee hinter Nemesis hat mir von Anfang an gefallen und ich war wirklich gespannt, wie die Autorin das ganze umsetzt.
Eve gehört zu den besten Gamern und damit hat sie die Ehre, die neue Spieltechnologie auszutesten, welche sie mit ihrem Geist in eine Spielwelt eintauchen lässt. Schnell merkt Eve hier, dass es nicht läuft wie geplant und sie sich nicht aus dem Spiel befreien kann, ohne ihre Aufgabe zu erfüllen. Sie trifft auf die beiden Wächter Lucian und Vincent, welche ihr dabei helfen sollen, die Göttin Gaia zu erwecken, um das Volk zu retten. Es dauert nicht lange, bis Eve sich nicht mehr sicher ist, was nur ein Spiel und was die Wirklichkeit ist.

Asuka Lionera’s Schreibstil ist wirklich besonders. Ich liebe ihren Sarkasmus und die Ironie, welche stets in ihre Protagonisten mit einfließen. Egal, ob es die spannenden, romantischen oder witzigen Szenen sind, Asuka findet immer die richtigen Worte für die Situation und weiß mit ihnen umzugehen. Genau wie Evelyn in der Geschichte, habe ich nach kurzer Zeit vergessen, dass sie sich nur in einem “Spiel” befindet, weil mir diese Welt so wirklich vorkam. Wie die verschiedenen Orte, Charaktere und Szenen beschrieben und dargestellt werden, ließ mich wunderbar gemeinsam mit Nemesis in die Spielwelt eintauchen.

Evelyns Charakter hat mir schon in Asuka Lioneras “Ungenügend” sehr gefallen und sie hat sich ihre eigene Geschichte mehr als verdient. Sie ist eine willensstarke Person, die sich von anderen nichts aufdrängen lässt und hebt sich nicht nur durch ihre feuerroten Haare von anderen ab. Ihre Ironie und der Sarkasmus, den die Autorin hier wirklich sehr passend eingebaut hat, haben mich sehr oft zum lachen gebracht und Eve für mich zu einer sehr sympathischen Protagonistin gemacht. Ihre Liebe zu Videospielen, Disney, Pokemon und co., sowie ihre loyale, witzige aber manchmal selbstzweifelnde Art, haben sie für mich wirklich real erscheinen lassen.
Auch die vier Wächter, sowie die Antagonisten in Nemesis, sind perfekt abgestimmt und jeder ist auf seine eigene Art und Weise liebenswert. Die kleinen Neckereien zwischen Narissa und Eve zum Beispiel waren einfach erfrischend, witzig zu lesen und haben dem ganzen noch mehr Charme verliehen.

Da Nemesis nicht nur ein Fantasy, sondern ein Romantasy-Roman ist, kam auch die Romantik nicht zu kurz. Auch an dieser Stelle muss ich wieder sagen, dass Asuka mit Worten gut umzugehen weiß. Es war nicht zu unglaubwürdig, nicht zu viel des Guten und wirklich angenehm zu lesen. Besonders Eves Angewohnheit, einen heißen Typen mit offenem Mund anzugaffen, wobei meistens sofort das Kopfkino anging, hat mir gefallen. Ich denke keiner von uns kann sich davon freisprechen, nicht gerne mal einem Sunnyboy hinterherzustarren.. 😉

Nemesis hat mich mittendrin gefesselt und nicht mehr losgelassen. Es gab soviel Spannung, ob es das Knistern zwischen manchen Charakteren war, oder ein großer Kampf, der bevorstand, ich konnte das Buch nur unfreiwillig aus den Händen legen. Auch, wenn ich das Gefühl hatte, dass der Videospiel-Aspekt zwischendurch verloren ging und erst gegen Ende wieder aufgegriffen wurde, fand ich das nicht schlimm. Es passte einfach zur Story und hat dem ganzen trotzdem einen besonderen Charakter gegeben.

#Fazit
Mich hat Nemesis wirklich überrascht, auf den ersten Seiten hätte ich nicht erwartet, dass diese Geschichte sich SO GUT entwickelt. 
Wer sich hier vielleicht von den Videospielen abschrecken lässt, irrt sich. Nemesis – Hüterin des Feuers ist ein Romantasy-Roman mit allen wichtigen Aspekten, allerdings sollte jeder Leser mit Ironie, Disney, Pokemon und der digitalen Welt etwas anzufangen wissen, um die Geschichte zu verstehen. Dennoch muss nicht jeder leidenschaftlicher Zocker sein, um diese Geschichte genießen zu können.

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